Buchrezension: Die Farben des Blutes – Die Rote Königin


Hallo Finder meines Blogs,
heute gibt es eine Rezension zu „Die Rote Königin“, ein bereits sehr populäres amerikanisches Buch, das noch im selben Jahr den Weg nach Deutschland gefunden hat.

(© carlsen.de)

Die Farben des Blutes – Die Rote Königin

Originaltitel: Red Queen („Rote Königin“)

Verlag: Carlsen

Autorin: Victoria Aveyard

Erscheinungsjahr:  Februar 2015 (Amerika) 2015 (Deutschland)

Aus dem Englischen von Birgit Schmitz

Seitenanzahl: 512

Handlung:
Die Gesellschaft des Landes Norta besteht aus den Roten und den Silbernen, wobei letztere die Adelige Elite bilden. Die Silbernen sind nicht ohne Grund die Herrscher des Landes, immerhin besitzen sie besonder Kräfte, wie beispielsweise Feuerkontrolle oder Gedanken lesen. Die Roten hingegen sind ganz gewöhnliche Menschen, geschaffen um zu dienen, das meinen jedenfalls die Silbernen.
Mare Barrow ist ein Rote, wohnt in einem Dorf in der Nähe der Palaststadt und fast achtzehn. Da sie keine Lehrstelle gefunden hat muss sie wie alle Roten nach ihrem Geburtstag Wehrdienst leisten, in den Krieg ziehen und für das Land bluten. Doch durch einen glücklichen Zufall findet sie auf den letzten Drücker eine Stelle im Palast. Dort passiert bald das Unmögliche: Sie, eine Rote, hat übernatürliche Fähigkeiten, etwas das nur den Silbernen bestimmt ist. Um Gerüchte und Ärger zu vermeiden wird sie als das verschollene Kind eines verstorbenen Adelsgeschlecht in die Gesellschaft der Silbernen eingeführt und sogleich mit dem zweiten Prinzen Maven verlobt.
Gleichzeitig beginnt eine Rebellion der Roten unter der Führung der geheimnisvollen Scharlachroten Garde…

Setting:
Das Gerüst des Buches schreit nach den typischen Klischees: Mädchen aus der Unterschicht mit besonderen Fähigkeiten, zwei Prinzen und ein Kindheitsfreund, eine Rebellion und das Mädchen ist die Heldin des Ganzen. Dennoch muss man sich meiner Meinung trotzdem an solche Bücher ranwagen und nicht gleich nach dem Klappentext verwerfen. Denn dieses Buch ist eines der vielen schönen Werke die einem sonst entgehen.
Denn trotz des anscheinenden simplen Settings wird doch einiges sehr gut dargestellt, wie beispielsweise die Machtdemonstrationen der Silbernen und die Unterdrückung der Roten. Und auch die Erkenntnis von Mare, dass es auch unter den Silbernen Krieg, Hass und Feindschaft gibt, zeigt uns das Victoria Aveyard ihre Welt nicht nur in Gut und Böse, in Arm und Reich, teilt.

Charaktere: 
Mare ist mir sympathischer tut sich aber nicht am Besten hervor, da sie eine eher typische Heldin ist. Desto überraschter war ich von den beiden Prinzen – Cal und Maven.
Vor allem Cals Charakter zeigt gegen Ende Tiefe und seine Handlungen passen zu seiner Hintergrundgeschichte, was seine Aktionen nachvollziehbar macht. Auch den König fande ich gut dargestellt. Ein Charakter der mir zu stereotypisch war ist Evangelina, die Verlobte von Cal, die natürlich eine Zicke ist. Jedoch habe ich das Gefühl das dieser Charakter noch einiges zu bieten hat, so ist das kein allzu großer Minuspunkt.

Ende:
Mit den letzten Seiten bringt uns die Autorin ein großes Finale und einen überraschenden Plottwist (der mir gespoilert wurde -_-). Vorallem letzteres ist eine gelungene Wende, die dem Buch nochmal etwas mehr gibt. Jedoch hat mich daran auch etwas gestört. Keine Frage ich mag coole Twists und große Enden, jedoch wirkten die letzten Seiten so gehetzt, so gequetscht. Das war einfach etwas zu viel auf einmal, auch wie nach dem Plottwist alles so rasant schnell ging, fande ich etwas Schade, da ich gerne mehr über den genauen Dreh und die Gefühle der Charaktere gewusst hätte. Von mir aus hätte man nach einen gewissen Grad Schluss machen können, denn die letzten drei Seiten, also dass richtige Ende des Buches fande ich schon fast wieder zu typisch, es hat mich auch an Divergent oder Panem 2 (Gefährliche Liebe) erinnert. Dennoch bin ich mit dem Ende einigermaßen zufrieden – und warte gespannt auf den zweiten Teil.

Empfehlung: Ich empfehle das Buch eher für weibliche Leser, da es für mich eines dieser „Mädchen-Fantasy Bücher“ ist. Von dreizehn aufwärts kann es meiner Meinung nach jeder lesen, da es an manchen Stellen etwas Brutalität zeigt. Empfehlen würde ich es aber eher für die Zielgruppe 15-17. Rückblickend finde ich es angenehm zu lesen, jedoch etwas zu romantisch ausgebaut. Ein gelungener Auftakt, der mich nach mehr sehnen lässt.

„Wir erheben uns, rot wie die Morgendämmerung!“ – Die Rote Königin
Viel Spaß beim lesen,
Moana

Bildquellen:
Farley von der Scharlachroten Garde Fan art
„Red in the Head, Silver in the heart“ siehe Bild, links unten

Buchrezension: Keiner kommt davon


Hallo meine Lieben, hier ist Josepha!

Ohne lang drum rum zu reden, wie die Überschrift schon sagt kommt hier meine erste Buchrezesnion zu „Keiner kommt davon – Eine Geschichte vom Überleben“. Ich muss ehrlicher sagen, dass ich ein bisschen aufgeregt bin.;)

Keiner kommt davon von Sally NichollsIMG_6935

Klaptext: Für die 14-jährige Isabel und ihre Familie gibt es kein Entkommen. Die Pest erreicht ihr Dorf im Jahr 1349. Das Leben, wie Isabel es kannte und liebte, endet abrupt. Statt Fürsorge und Vertrauen greifen Angst und Schrecken um sich. Weder Gottesfürchtigkeit noch Isolation können die Familie schützen. Als Isabel begreift, dass die fürchterliche Seuche alle Gebote der Menschheit außer Kraft setzt, stemmt sie sich entschlossen gegen die Panik. Couragiert versucht sie ihr Leben zu leben, sich zu kümmern. wo sie kann, sich zu freuen, wenn es Grund zur Freude gibt, ihren Weg zu gehen, trotz allem. In einer Zeit der Terrors und der Trauer beweist sie Hoffnung, Mitgefühl und Mut.

Erschienen unter dem Originaltitel „All fall down“ 2012, in Deutschland 2014.

Meine Meinung: Es ist zwar leider schon ne Weile her das ich dieses Buch gelesen habe, aber selbst wenn ich es wollte könnte ich dieses Buch nicht vergessen, diese Geschichte. Eigentlich steh ich eher auf Fantasybücher, und Büchern solcher Art, aber ich hatte Keiner kommt davon einmal geschenkt bekommen und gelesen. Und das war die beste Entscheidung, denn dieses Buch fesselt einen von der ersten bis zu letzten Seite. Die Geschichte von einem Mädchen, welches ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, das Leben aller Menschen die sie liebt retten will und trotz all den Rückschläge und traurigen Momente, schafft sie es trotzdem Hoffnung auszustrahlen. Bei diesem Buch musste ich Lachen und Weinen, und ich kann es nur jedem empfehlen, der gerne mal was anderes ausprobieren möchte oder, um ehrlich zu sein, jedem.

Die Charaktere: Isabel ist sehr interresant und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzten. Was mir ebenfalls gefällt, dass es keine typische „Heldengeschichte“ ist, sondern auch sie manchmal zickig und nicht perfekt ist. Die anderen Charakter, wie Robin oder ihre Geschwister werden eher flach gehalten, was aber nicht stört, und mann sie trotz allem lieben lernt.

Geschrieben ist es einfach unglaublich, ich hab gerade eben das Buch aufgeschlagen und eine Szene gelesen, und ich wusste sofort wieder was Sally Nicholls mit ihrem Umgang mit Sprache und der Art zu Schreiben schafft. (Bzw. die Übersetzterin Beate Schäfer) 🙂 Sie schafft es das Mittelalter und die Pest greifbar und ungeschont zu vermitteln.

So mehr sag ich jetzt aber mal nicht dazu, sonder lasst euch einfach selbst verzaubern und faszinieren. ❤

Viel Spaß beim Lesen und noch einen schönen restlichen Tag! ❤

Josepha

 

 

DJLP 2015


Hallo Finder meines Blogs,
Ich war am 16. und 17. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs und habe dort auch der Preisverleihung des deutschen Jugendliteraturpreis beigewohnt. Hier möchte ich kurz eine kleine Übersicht der Sieger und nominierten geben, vor allem in den Sparten Jugendbuch, Jugendjury und Kinderbuch.
Vorneweg muss ich gestehen, dass ich dieses Jahr ziemlich wenig der nominierten Bücher und Neuerscheinung gelesen habe, so kann ich dementsprechend nur zu einigen Büchern etwas sagen.

Jugendbuch:
Preisträger: Schneeriese von Susan Kreller
Empfehlung: Ab 12 Jahren, mit rund 200 Seiten eine Geschichte für selbst lesefaule Kinder über Liebe, Freundschaft und die Pubertät
Jenseits der Blauen Grenze von Dorit Linke
Empfehlung: Für Jugendliche die es authentisch haben wollen und vor Gefühlen nicht zurückschrecken (DDR Buch)
Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums
von Benjamin Alire Sáenz
Empfehlung: Für junge Philosophen und Psychologen und beste Freunde
Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan
Empfehlung: Für Liebesroman-Liebhaber – und auch Hasser, die, die wahre Liebe suchen
Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß von Christoph Wortberg
Die unterirdische Sonne von Friedrich Ani
Empfehlung: Für Leser denen es nach mehr dürstet, für die, die bis an die Grenzen gehen wollen. Für alle die den Protagonisten psychologisch auf den Zahn fühlen wollen und die nicht vor der extremen Wahrheit davon rennen.

Jugendjury:
Ein Preis der mir immer besonders wichtig ist, da er von Jugendlichen selbst bestimmt wird.
Preisträger: Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan
Der Circle von Dave Eggers
Empfehlung: Für alle die einen Blick in eine Scheinbare perfekte digitale Zukunft werfen wollen, und dann feststellen wie schrecklich das ist, was uns vielleicht bevorsteht. (Mein persönliche Favorit)
Wo ein bisschen Zeit ist von Emil Ostrovski
Echt von Christoph Scheuring
Auf der richtigen Seite von William Sutcliffe
Wenn ihr uns findet von Emily Murdoch

 

Zufrieden? Nicht wirklich. Jedoch bin ich weniger mit dem Ausgang der Preisverleihung zufrieden als mit den Büchern die auf den Nominierungslisten waren. Allgemein fande ich das Jahr an Neuerscheinung nicht besonders gut und hoffe einfach das nächstes Jahr wieder bessere Bücher zu finden sind. Zudem muss ich leider zugeben, dass die Liste der Erwachsenen Kritikerjury dieses Jahr besseres aufzuweisen hat, als die Jugendjury (was peinlich ist, da ich selbst Mitglied bin^^). Aber wir versuchen uns jetzt wieder ins Zeug zu legen 🙂

Es war wie immer schön dabei zu sein, sowohl die Preisverleihung als auch der Austauch der Jugendjury war spannend mitzuverfolgen. Und nebenbei noch auf der Messe in der 3.0 bei den Jugendbüchern rumschauen, mit Verlager quatschen und Autoren treffen.:)

Moana

Was ist dieses „Theresa“?!


Heyy und einen wunderschönen Abend euch allen!

Oder eben einen schönen Mittag oder Morgen, oder wann auch immer ihr das lest, aber ich schreibe immer nur abends, deshalb eben einen schönen Abend.
Ich bins wieder, Theresa, und ich dachte mir ich stelle mich einfach mal vor und erkläre ein bisschen wer ich so bin.

Wie gesagt, heiße ich Theresa und der einzige Spitzname, den ich mir vorstellen könnte, ist Tessa – und das auch erst seit ich Clockwork Angel gelesen habe. Ich mag meine Spitznamen einfach nicht. Egal ob Resi, Resa, Tessi, Terra oder was auch immer den Leuten sonst noch einfällt, ich werde einfach am liebsten Theresa genannt.

In meiner Freizeit spiele ich Klavier (allerdings nicht sonderlich gut) und Volleyball (allerdings nur in der Schule und nicht in einem richtigen Verein). Ich habe auch eine Zeit lang Tennis gespielt und Eiskunstlauf gemacht, dann aber beides aufgehört weil ich nicht besonders gut darin war (hehe^^). Ansonsten lese ich viel und schaue Serien und das ist eine Sache, die ich schon wirklich lange tue und erstaunlicherer Weise auch relativ gut kann!

Mein absolutes Lieblingsbuch ist Harry Potter. Ich liebe die Bücher (die Filme natürlich auch, aber nicht so wie ich die Bücher liebe) und einfach alles, was mit dem Franchise zu tun hat. Übrigens war ich es auch, die Moana mit diesem Hype angesteckt hat und ja, ich bin sehr stolz darauf, wenigstens eine Person nicht mit meinem ganzen Gerede über die Reihen für immer verschreckt zu haben.
Andere Bücher die ich wirklich liebe sind die Rebellion der Maddie Freeman, das komplette Percy Jackson Universum, Chroniken der Unterwelt und so viel mehr, dass dazu mal eine eigener Post kommt 😉

Was Serien angeht ist meine absoluter Liebling Game of Thrones (wer hätte es gedacht beim Namen dieses Blogs?). Außerdem liebe ich How I met you Mother, Sherlock, Supernatural und die frühen Staffeln von Pretty Little Liars.

Ich schreibe auch selbst und bestimmt wird irgendwann mal was von mit hier zu lesen sein, ob man sich darauf allerdings freuen kann ist eine andere Frage 😛
Im Moment schreibe ich an einem Roman, allerdings bin ich noch nicht sonderlich weit und hänge gerade ziemlich fest -.-
Aber ohne Fleiß kein Preis, ich bleibe also dran und versuche mein Bestes!

Ich nehme mir immer super viel vor, allerdings bin ich ziemlich faul, deshalb klappt am Ende nichts, so wie es soll. Außedem bin ich ziemlich chaotisch, aber ich veruche wirklich, hier regelmäßig zu posten und freue mich schon riesig darauf alles, was mir in den Kopf kommt einfach mal loszuwerden!

Das wars auch schon wieder von mir und wir sehen uns ja jetzt hoffentlich öfter!

Lg Theresa

PS.: Wenn ich eine Bertie Bott’s Bohne wäre, würde ich nach Pizza schmecken: Irgendwie alles drin, abwechslungsreich und manchmal viel zu viel Käse

Blutroter Schnee – Das Lied von Eis und Feuer


Hallo Finder dieses Blogs! Heute gibt es eine Kurzgeschichte zu der Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“, auch bekannt als „Game of Thrones“. Alle die Besagtes nicht gesehen oder gelesen haben, können den Text trotzdem lesen –  Vorkenntnisse sind nicht wirklich erforderlich. Für alle die das Ende der fünften Staffel GOT oder „Ein Tanz mit Drachen“ noch nicht gesehen/gelesen haben, sollten dies erst danach lesen, da es sonst spoilert.

Blutroter Schnee

Rot, rot färbte sich der Schnee unter dir,
immer weiter, immer dunkler.
Weiße Flocken fallen vom Himmel und besetzten dein dunkles Haar. Deine leblosen Augen starren in den sternlosen Nachthimmel. Mit diesen Augen hast du mich gestern noch angeschaut. Und als ich dir den Dolch in den Magen rammte haben sie mich voller entsetzten und Überraschung angesehen. Du konntest es nicht glauben. Dass wir, deine Brüder, dich verraten. Das du von deinen eigenen Männern ermordet wirst. Du verstehst es noch immer nicht, oder?
Du denkst wir hätten dich hintergangen, doch der Verräter warst allein du. Du wolltest uns ins Verderben stürzen. Du hast dich mit unseren Feinden verbunden. Und so wurdest du zum Feind. Wir mussten etwas unternehmen, begreifst du es nicht? Du hättest uns in den Tod geführt.
Haha. Und wer ist jetzt der Tote?
DU!
Rot, rot, färbt sich der Schnee.
Irgendwo in der schwarzen Festung fängt ein Wolf an zu heulen. Ich erschrecke so sehr, dass ich den Dolch in meiner Hand fallen lasse. Ich blicke auf meine Hände die genauso rot sind wie der Schnee unter dir.
Haha. Blut. Es ist Blut. Dein Blut.
Meine Hände zittern. Das ist die Kälte, die Kälte. Ich schaue zu dir. Du schaust zurück.
Anklagend.
Hör auf. Ich war es nicht allein. Wir haben es alle so entschieden. Wir haben dich alle zusammen umgebracht, also hör auf mich so anzusehen. Du warst mein Bruder, mein Kommandant. Wir haben zusammen den Schwur geleistet, knieten zusammen neben den Werholzbaum, damals. Wir haben unsere Vergangenheit abgelegt und uns erhoben, als Brüder der Nachtwache. Gemeinsam.
Es tut mir leid! Es ist besser so, glaub mir. Du musstest sterben. Du wolltest es nicht anders.
Bruder, verzeih mir.
Rot, rot, färbt sich der Schnee.
Ich lasse mich zitternd auf die Knie fallen, neben deine kalte Leiche. Ich will etwas sagen, mich entschuldigen, doch keine Worte verlassen meinen Mund. Worte sind Wind, hast du mir einst gesagt. Also schließe ich die Augen um deinen Blick zu entfliehen, der mich durchbohrt.
Als ich sie wieder aufschlage liegst du noch immer dort.
Worte durchzucken meine Gedanken, Sätze, Begegnungen, Erinnerungen. Ich habe meinen eigenen Bruder ermordet. Mir wird übel. Was habe ich nur getan?
„Die Nacht sinkt herab und meine Wacht beginnt“, flüstere ich leise. Meine Stimme bricht fast. Ich weine beinahe. Meine Sicht verschwimmt und ich wische mir schnell über die Augen. Ich will dich klar sehen, dir in die Augen schauen. Ein letztes Mal.
„Ich bin das Schwert in der Dunkelheit“. Ich hebe meinen blutigen Dolch wieder auf und umklammere ihn fest. „Ich bin der Wächter auf der Mauer“. Ich lege meine freie Hand auf dein stilles Herz und blicke zu der schwarzen Festung auf. Dahinter erhebt sich die riesige Wand aus Eis und Frost. Ich atme tief ein und aus. Meine nächsten Worte klingen fest und stark.
„Ich bin das Feuer das gegen die Kälte brennt, das Licht das den Morgen bringt, das Horn, das die Schläfer weckt, der Schild, der die Reiche der Menschen schützt. Ich widme mein Leben und meine Ehre der Nachtwache, in dieser Nacht und in allen Nächten, die da noch kommen werden.“
Ich blicke von der Mauer wieder auf deinen toten Körper.
Rot, rot, färbt sich der Schnee unter dir.
„Ich werde meinen Eid niemals brechen. Für dich und die Wache. Auch für unsere Brüder, die toten, die lebenden und die zukünftigen.“
Ich gehe und hole eine Fackel. Das Feuer erhellt flackernd dein Gesicht. Ich wische dir mit meiner Hand den Schnee aus dem Gesicht. Dann setzte ich deine Kleidung in Brand. Erst zögerlich, dann immer gieriger lecken die Flammen an dir, bis das Feuer dich schließlich umhüllt hat.
Ich warte bis die Flammen dich verschlugen haben und werfe dann einen letzten Blick auf das was von dir übrig geblieben ist. Eine Träne rinnt meine Wange hinab.
Und jetzt ist seine Wache zu Ende.
———
So ich hoffe es hat euch gefallen. 🙂 Mich persönlich hat „Ein Tanz mit Drachen“ total geflasht und ich sehne mich bereits nach „Winds of Winter“.  Wenn ich dann daran denke wie lange die deutsche Übersetzung noch braucht wird mir ganz schwindelig. Geht es jemanden ähnlich?

Moana