Buchrezension: Doppeltot


Hallo Finder meines Blogs! Heute geht es um das etwas speziellere Werk „Doppeltot“, ein Buch von grausamer Freundschaft und radikaler Geschwisterliebe – ein Titel du nicht so leicht vergessen wirst!

9783836957991

Titel: Doppeltot

Originaltitel: Zwarte Zwaan (zu Deutsch: „Schwarzer Schwan“)

Verlag: Gerstenberg

Autor: Gideon Samson

Erscheinungsjahr: 2012 (Niederlande), 2015  (Deutschland)

Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf

Seitenanzahl: 220

Mir wurde das Buch empfohlen, mit dem Versprechen eine „kranke“ Geschichte zu bekommen. 🙂

Handlung:
Rifka und Düveke sind zwei einwandfreie zwölfjährige Mädchen die in einem niederländischen Dorf zu Grundschule gehen. Rifka ist der King des Pausenhofs, wie sie selbst sagt, und kommandiert alle herum. Für sie sind die anderen Schüler nur das Volk bestehend aus Dummtussis und Lödeldödel. Und wenn Rifka das denkt, muss es ja stimmen, meint Düüv. Sie ist Rifkas beste Freundin, ein Privileg das nur sie besitzt.
Rifka steckt voller Ideen und findet alle möglichen Sachen zum Lachen, auch die Beerdigung eines Mitschülers. Zum Lachen. Das Ereignis bringt sie auf eine ganz neue Idee: Sie will zu ihrer eigenen Beerdigung. Mit einer vorgetäuschten Entführung und einem Versteck im Wald steht der Plan. Düüv macht natürlich mit, wie immer – genau wie Rifka es will. Brav befolgt sie die Anweisungen ihrer besten „Freundin“ immer weiter. Doch sie hat Angst und irgendwann macht sie einen Fehler – ein Fehler der Rifkas Plan zerstört. Einen Fehler für den Rifka sie töten würde…

Die Charaktere:
Rifka ist schlau, durchtrieben und grausam. Sie tut was sie will und keiner hält sie auf – aus Angst vor ihr. Sie fühlt sich allen anderen Überlegen. In ihren Augen ist sie die Größte, die Schönste die Beste. Unbesiegbar und von allen geliebt. Wer könnte ihr schon widerstehen? Nichts kann sie aufhalten – denkt sie.
Düüv ist das Gegenteil. Sie ist unschuldig und behütet aufgewachsen mit einer liebevollen Familie und einer innigen Beziehung zu ihrem älteren Bruder Olivier. Sie ist Rifkas Schatten, der ihr ständig folgt. Sie macht was Rifka sagt und hilft ihr bei jedem Plan. Rifkas starke Persönlichkeit schein Düüvs zu unterdrücken.
Olivier ist Düüvs Bruder und liebt seine kleine Schwester über alles. Er will sie beschützen – um jeden Preis.

Schreibstil und Sprache:
Das Buch ist in drei Teile mit unterschiedlichen Perspektiven unterteilt: Davor, Danach und Währenddessen
Davor wird aus Düüvs Sicht in der Ich-Perspektive erzählt und beschreibt die Vorbereitungen des Plans sowie die Charaktere der beiden Mädchen und ihre Beziehung zu einander. Danach wird aus der Er/Sie/Es-Perspektive von Olivier, Düüvs älteren Bruder, erzählt und Währenddessen wird aus der interessanten Du-Sicht Rifkas beschrieben. Diesen Aufbau fande ich sehr passend und die verschiedenen Sichten sehr gut. Am Schreibstil habe ich allerdings ein bisschen was zu bemängeln. Er war nichts besonderes und auch nicht wirklich schön, geht jedoch als ganz normal durch. Er ist einfach gehalten, sodass man das Buch zügig durchlesen kann. Der Autor bringt meiner Meinung jedoch die Jugendsprache nicht gut herüber und vor allem die Wahl und Benutzung der Schimpfwörter stören mich.

Abschluss, Ende und Fazit:

Tw girls best friendsDie 220 Seiten habe ich an einem Tag gleich durchgelesen (ich hatte Zeit). Und das Ende war sehr überraschend und hat das Buch für mich um ein sehr vieles besser gemacht! Außer kleineren Mängeln am Schreibstil und der Sprache, gefällt mir das Buch sehr gut. Ich empfehle es unbedingt weiter, da es eine ungewöhnliche Erfahrung war, die ich sehr gerne gemacht habe. Außerdem regt das Werk meine Gedanken ganz schön an und bringt mich jetzt – Tage nach Abschluss, immer noch zum rätseln.

Unterdrückung, Manipulation, Hass.

Was ist Freundschaft? Was ist Familie? Wie weit würden wir für beides gehen?

Mit „krank“ wurde das Buch von meinem Vorleser auf jeden Fall gut beschrieben. Ich betitele es aber lieber mit „außergewöhnlich“. Warum es als krank bezeichnet wurde? Nun das musst du selbst herausfinden.

Es fiel mir etwas schwer das hier zu schreiben ohne das Ende zu verraten, aber ich habe mein bestes gegeben 🙂

Moana

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Ein Gedanke zu “Buchrezension: Doppeltot

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