Buchverfilmungen – Nein Danke!?


Hallo Finder meines Blogs,
Das heutige Thema: Buchverfilmungen
Wir Leser kennen es alle. Wir erfahren das eines unserer Lieblingsbücher verfilmt wird und springen vor lauter Freude nur noch im Kreis. Wer möchte es nicht? Wer möchte denn nicht seine Helden und gefühlten Seelenverwandten in HD auf der Kinoleinwand flimmern sehen? Das Buch hat uns überwältigt, fasziniert und jetzt wollen wir das ganze in Action sehen, in Bewegung. Wir wollen das unseren Charakteren Leben eingehaucht wird, wollen ihre Stimme hören, sie vor uns sehen. Wir zählen die Tage bis zum Kinostart herunter und warten gebannt.

Und dann die große Enttäuschung:
Es fängt ja schon bei dem Casting an. Es gibt immer mindestens eine Person die nicht annähernd so aussieht wie wir sie uns vorgestellt haben und wir sind enttäuscht, dass das Aussehen aus den Büchern geändert wurde (Bsp: Daenerys Targaryens Augen in Game of Thrones).
Dann kommt der Trailer: Oh mein Gott. Wie sieht das denn aus? Naja, wenn man es sich ein paar Mal anschaut sieht es gar nicht so übel aus. Na gut, wir sehen mal darüber hinweg und nachdem wir uns selbst davon überzeugt haben das der Film doch bestimmt super wird (das Buch ist ja auch total super) werden wir wieder total gehypt und sehen dem Kinostart sehnsuchtsvoll entgegen.
Und dann kommt der Film: Wir sitzen natürlich gleich am ersten Vorstellungsabend im Kino, mit unseren 3D Brillen und starren voller Glück und Erwartungen optimistisch auf die Leinwand. Und am Ende des Abends sind wir einfach nur enttäuscht. Die Szenen die wir liebten wurden gnadenlos gestrichen, die Handlung wurde total verändert und die Charaktere total falsch dargestellt. Mal ganz abgesehen von der schlechten Inszenierung und den billigen Effekten.

Und je mehr Buchverfilmungen wir sehen, desto abgehärteter werden wir. Wir erwarten immer weniger, denn wir wissen wir werden irgendwie enttäuscht sein. Denn seien wir ehrlich: auf eine gute Verfilmung die ich gesehen, kommen fünf schlechte. Warum tuen sie uns das nur an? Unsere Bücher so zu verschandeln…

Aber vielleicht sehen wir das ganze falsch: Wir dürfen von den Produzenten nicht verlangen unserer Allerheiligstes eins zu eins genauso umzusetzen. Für einen Film muss ein fünfhundert Seiten Buch eben etwas gekürzt werden, manchmal auch um die Spannung aufrecht zu erhalten. Und ein Casting kann nun mal nicht jeden Glücklich machen. In unseren Köpfen sehen die Charaktere bei jedem anders aus, auch wenn es manchmal nur ganz kleine Unterschiede gibt. Es ist unmöglich einen perfekten Schauspieler zu finden, weil eine fiktive Person nur in unserem Kopf perfekt aussieht.
Der entscheidenen Punkt ist jedoch: Ein Film ist kein Buch!
Für uns Leser wird der Film nie besser sein als das Buch. Denn wir sind Bücherliebhaber, wir vergraben uns in fremden Geschichten, fantasievollen Ländern und liebenswerter Charaktere. Unsere Leidenschaft gilt dem geschriebenen Wort und nicht das bewegte Bild. Ein Film kann meiner Meinung nach nicht mit einem Buch verglichen werden, da sie sich ganz anders ausdrücken. Es sind zwei verschiedene Mittel, das ist für mich wie ein Vergleich zwischen Orangensaft und Spaghetti. Sie dienen beide als Nahrung, sind aber grundlegenden verschieden. Ich bevorzuge Bücher, ja so etwas kann man schon sagen, aber für manche ist es eben genau anders herum. Was ich eigentlich sagen will: Liebe Leser, habt euch nicht so, für euch wird das Buch immer besser sein als der Film.

Schlechte Verfilmungen gibt es trotzdem noch wie Sand am Meer. Von billigen Produktionen zu schlechten Regiesseuren ist alles dabei. Ich persönlich mochte nicht: Rubinrot, Stormbreaker und Percy Jackson (City of Bones!! – Anmerkung von Theresa). Zufrieden und glücklich bin ich mit: Das Lied von Eis und Feuer/Game of Thrones, Die Tribute von Panem und Der Hobbit (wobei drei Teile vielleicht zwei zu viel sind 🙂 ).

Welche Verfilmungen fandet ihr gut und welche Schrecklich? Findet ihr Bücher sollten nicht verfilmt werden um die Fantasie und Vorstellungskraft zu erhalten? Und diese den Lesern nicht kaputt zu machen? Ich mag Verfilmungen – wenn sie eben gut sind 😉

Der Drache hat drei Köpfe (Das Lied von Eis und Feuer, George R.R. Martin)
Moana

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4 Gedanken zu “Buchverfilmungen – Nein Danke!?

  1. Filme sind, ähnlich wie Theaterstücke, Interpretationen eines Stoffes. Manchmal sehr frei, manchmal sehr werktreu. Und ich muß ganz ehrlich sagen: Werktreue ist entsetzlich langweilig. Heute, wo es auf Comic Cons schon Treffen zwischen Filmschaffenden und Fans gibt, bei denen die Todos abgeklopft werden, sieht man plötzlich Filme im Kino, die sogar die Blickwinkel aus Bücher und Comics übernehmen, von den Dialogen ganz zu schweigen. Das mag den Hardcore-Fan wichtig sein, aber ich mag es lieber wenn der Filmemacher ein wenig seine Persönlichkeit einbringt. Nehmen wir mal die aktuelle Bond-Diskussion. Werktreu heißt: Bond muss weiß und hetero sein, aber schon jetzt wurden Stimmen laut, ob es nicht mal spannend wäre, wenn es ganz anders laufen würde. Und da muss ich ehrlich sagen: Mehr Mut! Was würde Shakespeare heute sagen, wenn er seine Stücke heute sehen würde? Auf den Konflikt reduziert, von dem klassischen Hofleben in die Chefetagen geführt in einem komplett modernen Gewand. Würde er sagen, wohlan, so versteht es wenigstens der Zeitgenosse, oder würde er sich im Grabe umdrehen? 🙂

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    • Ja, da kann ich dir zustimmen. Es ist sicher auch für einen Autor interessant zu sehen, was Andere aus seinen Werken machen, was sie darin sehen und hereininterpretieren. Und was das Hardcore-Fan sein betrifft… Ich bin selbst bei so manchen Büchern einer 😉 Am Anfang fand ich die Veränderung vom Buch zu der Serie bei Game of Thrones schlimm, sie haben mich regelrecht beim schauen gestört. Jeder einzelne „Fehler“ wurde diskutiert. Aber mittlerweile betrachte ich die Bücher und die Serie als zwei gänzlich eigene Werke, wo das eine zwar auf dem anderen aufbaut, ansonsten aber nichts miteinander zutun hat. Und jetzt macht es mir wirklich Spaß die Serie zu sehen, da ich es jetzt interessant und nicht fehlerhaft finde, wie die Produzenten die Bücher umsetzten und wie sie selbst die Charaktere sehen. Trotzdem finde ich es berechtigt wenn Fans sich über eine schlechte Verfilmung „aufregen“, da manchmal das Werk des Autors doch etwas arg verschandelt wird.
      Lg Moana

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  2. Harry Poster und der Orden des Phönix. Das Buch mit den meisten Seiten aus der Reihe und der kürzeste Film. Das ist bis heute die größte Enttäuschung bei meinem geliebten Büchern,die verfilmt wurden. Außerdem der Film P.S. Ich liebe dich. Jeden Brief hat der verstorbene mit diesen Worten unterschrieben und im Film gibt es plötzlich keinen einzigen Brief, sondern aufgenommene Kassetten. Hallo??? Da wurde die ganze Wirkung des Titels bereits zunichte gemacht. Enttäuschung pur.

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    • Bei P:S: Ich liebe dich kenne ich leider werder Film noch Buch, deshalb kenne ich mkich da nicht aus, aber bei Harry Potter 5 kann ich dir nur zustimmen. Die gesamte beleidigte Phase fehlt, es wird nicht mal die Sache mit den Vertrauensschülern erwähnt!! Da war ich schon auch wirklich enttäuscht
      lg Theresa

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