Das Juwel – Die Gabe (Amy Ewing)


Hallo Finder meines Blogs, Moana hier
heute rezensiere ich Das Juwel – Die Gabe, von Amy Ewing
Erschienen ist es im Fischer Verlag 2015 und wurde vom amerikanischen ins Deutsche von Andrea Fischer übersetzt. Der Originaltitel lautet The Jewel und erschien 2014 in Amerika.

Das Buch hätte ich wohl nie im Leben in die Hand genommen, das Cover schrie nach einer Klischeehaften Prinzessinnen Geschichte und erinnerte mich an Selection. Doch alle die es im meinem Bloggerumkreis rezensiert haben fanden es so gut und meinten, das es besser ist als es aussieht. Als es dann bei meinem Leseclub hinten im Regal stand, schnappte ich es mir kurzer Hand. Meine Erwartungen waren aufgrund der Rezensionen groß und gleichzeitig aufgrund der Inhaltsangabe und des Covers gering. Auf jeden Fall war ich gespannt.

Das Juwel – Die Gabe:
Violet Lasting ist im Sumpf aufgewachsen, dem ärmsten und äußerten Kreis der Stadt. Als sie zwölf war, wurde sie in die Verwahranstalt Southgate gebracht, denn wie alle Mädchen dort ist sie etwas besonderes: Sie hat die Gabe. Mithilfe dieser kann sie Farben und Formen verändern und wachsen lassen. Nur Mädchen aus dem Sumpf können diese Gabe haben. Dann ist der große Tag, nach vier Jahren wird Violet auf der Auktion versteigert. Sie kommt zu der Herzogin vom See und zieht so in das Juwel – das innerste der Stadt, wo der Adel wohnt. Dort wird sie behandelt wie ein Haustier und hat wie alle anderen mit der Gabe nur eine Aufgabe: Als Leihmutter das Kind ihrer Herrin austragen. Denn das Gen der Adeligen macht es ihnen unmöglich gesunde Kinder auf die Welt zu bringen.

Cover und Gestaltung:
Normalerweise rede ich ja nie über das Cover, aber bei diesem Buch scheint es mir irgendwie unvermeidlich. Das Cover gefällt mir nicht, ich mag es meistens nicht wenn echte Personen so gezeigt werden, weil das irgendwie der Vorstellungskraft keinem Spielraum lässt. Außerdem habe ich genug von Mädchen in prunkvollen Kleidern, vor allem hier, weil das Cover meiner Meinung nach das Buch auf etwas reduziert, was es nicht ist. Es lässt mich eben denken, dass ich hier eine Prinzessinnen, Mädchen Geschichte finde, die wahrscheinlich so 0815 ist, das ich schon wieder darüber lachen muss. Auf dem Kleid sind dann noch diese funkelnden silbernen Steine, über die man hinüber streichen kann. Ich liebe ja Sachen über die man streichen kann, die man fühlen kann, aber hier verstärkt das nur dieses mega Mädchenhafte. Versteh mich nicht falsch – es ist ein Buch für Mädchen, aber so wird das nur darauf reduziert. Aber die innere Gestaltung ist schön, da man Erklärungen und Merkhilfen hinten und vorne findet.

The Jewel by Amy Ewing
Amerikanische Ausgabe

Setting:
Anfangs war ich skeptisch, was die Welt betraf, die Amy Ewing erschaffen hatte. Sie erinnert mich an Die Rote Königin, welches ich ja noch nicht vor all zu langer Zeit gelesen habe. Denn auch hier ist die Unterteilung zwischen Adel und Armut stark gekennzeichnet. Aber auch an Panem lässt es mich denken, mit den verschieden Kreisen, sozusagen Distrikten. Und vorallem, dass sie vor der Auktion hergerichtet werden. Aber zurück zur Welt. Desto mehr ich in die Geschichte eintauchte, desto mehr erfuhr ich über die Gesellschaft, Feiertage und Sitten. Es ist eine grausame Welt und doch zeigt uns Amy Ewing manchmal, dass auch die Adeligen Gefühle haben können und so zum Glück nicht ganz in Gut und Böse unterteilt wird. Ich habe durch Band 1 viel über die Stadt gelernt, würde gerne aber noch wissen was es darum gibt. Sind sie alleine auf der Insel? Gibt es noch andere Städte? Ich finde das Setting schlüssig und auch wenn einige Elementen schon woanders öfter benutzt wurden und uns bekannt vorkommen, erschafft Amy Ewing nochmal etwas neues.

The Jewel by Amy Ewing
Band 2

Charaktere:
Violet war mir recht sympathisch, es war angenehm aus ihrer Sicht zu lesen. Ihre Gefühle konnte man sehr gut nachvollziehen, vor allem wenn sie von den adeligen Frauen wie Haustiere und Gegenstände behandelt wurde und auch bei der Auktion fühlte ich mit ihr.
Lucien erinnert mich irgendwie ziemlich stark an Cinna aus Die Tribute von Panem, aber irgendwie mochte ich ihn nicht so sehr. Ich fand er wurde nicht so gut rübergebracht und eingesetzt.
Die Herzogin hingegen fand ich sehr überzeugend dargestellt. Meist war sie streng und auch bösartig, doch manchmal zeigte sie eine verletzliche, einfühlsame Seite, weswegen ich sie nicht als „Bösewicht“ betrachten konnte.
Ash fand ich irgendwie ein wenig zu typisch. Seine Hintergrundgeschichte und seine Stellung fand ich aber sehr gut ausgearbeitet, nur dass er seiner Schwester helfen wollte, war mir wieder zu klischeehaft.
Annabel und Garnet waren meine Lieblings Nebencharaktere. Ich hoffe weiterhin das Beste für sie. Oft stirbt ja die Gehilfin oder Freundin der Hauptperson, weswegen ich irgendwie Angst um Annabel habe. Raven mochte ich auch sehr gerne, leider hat man nicht viel von ihr mitbekommen.

Handlung und Lesefluss:
Das Buch konnte ich so schnell lesen, dass ich es in zwei Tagen fertig hatte. Man will einfach immer weiter lesen, dabei geht es meist nur um ihr Leben im Juwel. Die Erzählweise war sehr schön und die Handlung verlief schlüssig. Nur am Ende hätte ich mir irgendwie etwas Besseres erwartet, die letzte Enthüllung hatte ich schon vermutet und fand ich irgendwie falsch eingesetzt. Ich hätte es besser gefunden, wenn das erst im zweiten Band aufgedeckt geworden wäre.
Was die Liebesgeschichte angeht, so finde ich es sehr gut, dass nicht gleich zu Beginn eingeführt wird, sondern erst nach ungefähr zweihundert Seiten. Dafür geht sie mir allerdings zu schnell, der Leser kommt irgendwie nicht so gut mit und kann deren Gefühle deswegen nicht so gut nachvollziehen. Ich hätte es schöner gefunden wenn sie erst im zweiten Band eine richtige Beziehung aufgebaut hätten. Ich finde auch das Buch braucht in diesem Band wirklich keine Liebesgeschichte, es hätte gut ohne sie auskommen können.

Wieso müssen die Autoren eigentlich immer eine (tragische) Liebesgeschichte einbringen? Ach ja, es ist ja ein Buch für Mädchen *mit den Augen roll* Romantasy geht mir langsam echt auf den Geist.

Empfehlung: Für Mädchen die auf Romantasy stehen. Für Leser die auf Action stehen nicht besonders geeignet, eher für Leser die Intrigenspiele innerhalb einer Gesellschaft mögen. Eindeutige ein Jugendbuch für mich, und etwa ab 14 Jahren zu lesen. Ein schönes Buch und ein gelungener Auftakt.

Ich gebe Das Juwel – Die Gabe von Amy Ewing die Note 2 🙂

Band 2 werde ich aufjedenfall auch lesen! Übrigens gibt es ein Buch aus Ravens Sicht, mit dem Namen The House of the Stone.

Danke für die Empfehlung an alle die eine Rezension geschrieben haben und vor allem an Vera.
Lg Moana

 

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16 Gedanken zu “Das Juwel – Die Gabe (Amy Ewing)

    • Das war bei mir auch so, ich habe wirklich lang gehadert, von der Handlung und vom Cover gefiel es mir gar nicht, aber viele meinten es sei so gut und meine Neugier siegte schließlich^^ Ich würde es an deiner Stelle lesen, um dir selbst ne Meinung zu bilden, außerdem hast du das Ding, ob es dir jetzt gefällt oder nicht in zwei Tagen durch 🙂 Aber die Entscheidung liegt bei dir. Vielleicht kannst du es ja irgendwo mal ausleihen? Bücherei?
      Lg Moana

      Gefällt 1 Person

  1. Hey Moana,
    Ja, dann ging es uns eh ähnlich. Ich war aber anfangs nicht wirklich abgeschreckt von dem Cover und Klappentext. Und die ersten 300 Seiten fand ich so gut. Die Idee war genial und auch die Moral hinter der Geschichte. 😉 Aber diese blöde Liebesgeschichte hat alles kaputt gemacht. Ich habe den Buch sogar nachdem Beenden 4 Sterne gegeben und mich dann aber wieder dagegen entschieden, da die Autorin mit ihrer Instalove einfach alles versaut hat. Wäre keine Liebesgeschichte da gewesen, wäre ich so glücklich mit dem Buch gewesen.

    Und du hast recht Lucien erinnert an den von den Hunger Games. haha. 😀
    Liebe Grüße,
    Sarah

    Aja, ich werde versuchen bei meinen Rezensionen immer mal wieder Rezensionen von anderen Blogger mit rein zu nehmen. Darf ich dann deine angeben? 🙂 Bzw. habt ihr Interesse daran, wir rezensieren ja ähnliche Bücher und falls du Facebook hast, werde ich eine Gruppe dazu noch gründen.

    Gefällt 1 Person

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