Rezension: Unsterblich – Tor der Dämmerung


Unsterblich – Tor der Dämmerung

Julie Kagawa

Unsterblich
Verlag: Heyne
Erschienen: 10.06.2013
Seitenzahl: 606

Hardcover: € 16,99 [D] | € 15,50 [A]
Taschenbuch: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]

Originaltitel:Blood Of Eden, Book 1: The Immortal Rules
Originalverlag:Harlequin Teen€ 16,99 [D]

Leseprobe: Aufs Cover Klicken
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Inhalt:

In einer Welt, in der Vampire herrschen, ist es besser, kein Mensch zu sein.

Unsere Welt ist in Dunkelheit getaucht. Die Menschen sind zu Gefangenen geworden. Nur wer sich an die Regeln hält, hat eine Chance zu überleben. Doch die junge Allison will sich nicht mehr an diese Regeln halten. Sie fordert das Schicksal heraus und lehnt sich gegen ihre Unterdrücker auf – mit ungeahnten Folgen.

Grenzen, Mauern und Verbote gehören zum Alltag der 17-jährigen Allison, seit sie denken kann. Denn sie wächst in einer Stadt auf, in der die Menschen von den Vampiren regiert werden, grausamen Fürsten der Nacht. Sie haben sich eine Luxuscity errichtet und lassen ihre Gefangenen, die ihnen regelmäßig Blutzoll schulden, für sich schuften. Jeder kleinste Verstoß gegen die Regeln wird geahndet, und Allison erfährt schon früh, dass ihr Leben nicht viel wert ist. Als sie vor die Wahl gestellt wird, zu sterben oder ihren Unterdrückern gleich zu werden, entscheidet sie sich für den Weg der Unsterblichkeit – und hoff t, nun endlich unangreifbar zu sein. Doch vor den Toren der festungsartig abgeriegelten Stadt lauert etwas, vor dem sich sogar die Vampire fürchten …


 

Meine Meinung:

Zuallererst möchte ich anmerken: Das ist kein normales Vampir Buch!!
Es gibt 300 Seiten lang keine Liebesgeschichte, sondern die Vampire beschäftigen sich damit, womit sie sich beschäftigen sollen: Blut trinken, kämpfen, Menschen jagen.

Schon allein dass die Danksagung beginnt mit: „Schon komisch, als ich mit dem Schreiben anfing, habe ich mir vorgenommen, niemals einen Vampirroman zu schreiben“, sagt dass es sich hier nicht um das übliche schnulzige Tamtam handelt.

Während das Cover aussieht wie Plötzlich Fee oder Talon, ist der Inhalt komplett anders. Wie gesagt: nur wenig Liebesgeschichte, keine Liebesdreieck und viel Action.
Trotzdem mag ich das Cover sehr gerne. Ich liebe die Farbkombination schwarz und rot und finde es generell sehr stimmig.
Tatsächlich muss ich zugeben, es nur wegen der Coveränderung gelesen zu haben, davor hatte ich nie die Motivation, es in die Hand zu nehmen.

Außerdem hat das Buch so einen unknickbaren Rücken, was mir das Lesen erleichtert hat, weil ich so nicht höllisch aufpassen musste, keine Leserillen in das Buch zu machen 🙂
Lasst euch von den 600 Seiten nicht abschrecken: es sieht weniger aus und so fühlt es sich auch an.

Was die Personen angeht, beginnen wir mit Allie: sie ist die Hauptperson. Sie ist charakterstark, kann sich selbst helfen und nimmt kein Blatt vor den Mund, was mir gut gefällt. Manchmal wird sie unglaublich wütend, ohne dass man den Grund dafür erkennen könnte, aber meistens war ich auf ihrer Seite und total begeistert.
Was Stick, Allies alten Freund, angeht muss ich Julie Kagawa loben. Nicht, weil er so sympathisch ist, sondern weil es schon lange kein Autor mehr geschafft hat dass ich einen Charakter so offen und ehrlich verachte. Es ist nicht direkt Hass, einfach nur Abscheu. Er ist ein winselndes undankbares Häufchen Elend. Und ja, das war ein Pluspunkt für das Buch!
Von Kanin war ich begeistert: er ist Allies Mentor und ich fand ihn sofort super. Warum Allie ihn anfangs überhaupt nicht ausstehen konnte, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, da er klug und hilfsbereit war, und auch wenn er eigentlich nur eine kleine Rolle im Buch hatte, ist er für mich eine der wichtigsten Personen
Zeke fand ich nicht wirklich toll. Er hatte keine besondere Tiefe und war meiner Meinung nach auch nicht wirklich gut bedacht. Sein Verhältnis zu seinem Vater kommt mir unpassend vor, als hätte man nur etwas gebraucht, was ihn noch interessanter machte. Die Liebesgeschichte zwischen ihm und Allie ist aber sehr logisch und nachvollziehbar.
Man kann nicht wirklich sagen, dass ich Jebbadiah mag, man kann aber auch nicht das Gegenteil behaupten. Ich finde er passt gut in die Geschichte, allerdings geht mir allen ein bisschen zu leicht auf. Zuerst läuft Allie Kanin in die Arme und dann zufällig auch noch ihm?

Was mir an dem Buch am allermeisten gefallen hat, war wirklich, dass es nicht kitschig war. Als ich gesehen habe, dass es um Vampire geht, war ich zuerst skeptisch, aber all meine Zweifel wurden aus dem Weg geräumt.

Zwischen den Zeilen waren zudem lauter kleine Anspielungen versteckt und ich frage mich, ob die bei Plötzlich Fee auch da waren und ich sie damals einfach nur nicht verstanden haben (ich meine ich war 10 oder so). Und auch wenn sie nur sehr selten waren, haben sie mich jedes Mal zu Schmunzeln gebracht und mir das Buch ein bisschen mehr ans Herz wachsen lassen!

Das Buch ist in vier Teile geteilt, und nach dem zweiten war ich wirklich überrascht von der plötzlichen Wendung der Geschichte. Am Anfang erwartet man noch etwas ganz anderes und mit jedem neuen Teil wird alles komplett umgeschmissen.

Gerade weil sich dauern alles ändert, passiert unglaublich viel und es wird einem nie langweilig. Die Geschichte braucht die 600 Seiten, die sie hat, um sich komplett zu entfalten und ich bin froh, dass es nicht gekürzt wurde.


Wenn ich ein Vampirbuch lesen will, dann so eines!

Ich empfehle das Buch allen Mädchen zwischen 12 und 25, die die Nase voll haben von vor Kitsch triefenden Fantasy Romanen und mal wieder etwas lesen wollen, wo die Liebe eher im Hintergrund steht (ich gebe zu, im letzten Drittel wird sie schon etwas wichtiger aber sind wir ehrlich: wie lange ist es her? Es gibt nur zwei Küsse im gesamten Buch und die sind total keusch!)

Unsterblich Tor der Dämmerung bekommt von mir 5 von 5 Punkten

Habt ihr auch die Nase voll von kitschigen Vampirromanen?

lg Theresa

 

Zitate:

Grinsend hob ich das Schwert und schleuderte ihm über die Klinge hinweg meine Herausforderung entgegen: „Hast du etwa Angst? Übertrifft die Schülerin womöglich ihren Meister?“ – Seite 174

„Sehr reizend“, murmelte ich und spürte, wie sich meine Fangzähne meldeten. „Tja, jetzt wissen wir wenigstens, wer hier als Erste gebissen wird“ – Seite 286

Wut und Hunger erwachten zu neuem Leben. ich hatte es satt, angeschossen, abgestochen, verbrannt, aufgeschlitzt, gepfählt und aus dem Fenster geworfen zu werden. – Seite 566

Und für die, dies interessiert, ist hier noch der Buchtrailer:

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16 Gedanken zu “Rezension: Unsterblich – Tor der Dämmerung

  1. „Habt ihr auch die Nase voll von kitschigen Vampirromanen?“

    Schon seit dem ersten Auftauchen 😀 Ich mag Romane in denen Blut als Getränk fließt statt in Geschlechtsteile oder Wangen.

    Bei Zeke kann ich dir zustimmen, der ist echt oberlangweilig. Das wird auch im nächsten Band nicht besser.

    Gefällt 2 Personen

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