Fallen ist wie Fliegen


Ich weiß gar nicht wirklich, ob das eine Geschichte ist oder ein Gedicht, aber ich habe einfach mal etwas geschrieben und eure Meinung würde mich interessieren 🙂

Fallen ist wie Fliegen

Fallen ist wie Fliegen, sagen sie.
Nur, dass man ein konkretes Ziel hat.
Fallen braucht Mut, sagen sie.
Dabei ist Fallen ganz einfach.
Nur den Absprung muss man lernen.
Es ist nicht schlimm zu fallen, sagen sie.
Man muss nur wieder aufstehen.
Aber wenn meine Knochen gesplittert sind, meine Sehnen durchtrennt und meine Flügel gebrochen, wie soll ich dann aufstehen?
Denn wer fällt, der landet.
Das vergessen sie leicht.
Manchmal meint man, man fliegt, doch eigentlich fällt man, man weiß es nur noch nicht.
Denn wie soll ich wissen, ob ich fliege oder falle?
Wenn ich es weiß, ist es zu spät.
Alle wollen fliegen, sagen sie.
Nur haben sie Angst zu fallen.
Dabei gibt es das eine nicht ohne das andere.
Kein Anfang ohne Ende.
Fallen ist wie Fliegen, sagte der Vogel und stürzte sich aus dem Nest.

Wie fandet ihr es? Schreibt doch Verbesserungsvorschläge in die Kommentare!

Schönen Aend noch
Theresa ❤

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8 Gedanken zu “Fallen ist wie Fliegen

  1. Tolles Gedicht auf jeden Fall ♥ Ich würde nur an der Form etwas ändern: „Alle wollen fliegen, sagen sie, aber sie haben Angst zu fallen.“ An dieser Stelle würde ich ab „aber…“ auf die nächste Zeile gehen (passt dann besser, da Du oft geschrieben hast: „…, sagen sie“ und das dann von der Form her besser passt) [wie praktisch doch manchmal der Deutschunterricht ist; wir behandeln gerade Gedichte :)]
    Ansonsten wirklich top!
    Liebe Grüße und mach weiter so, Jo

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  2. Gefällt mir! Bin mir nicht sicher, ob ich das als Gedicht oder Monolog einstufen würde, aber es ist dir auf alle Fälle gut gelungen! 🙂
    Hat auch einen sehr symmetrischen Aufbau und die vielen „sagen sie“-Stellen bringen Rhythmus! 😀

    Darf ich ein wenig am Text rumdoktern? Ich bin mal so frech und bringe ein paar Änderungsvorschläge an, die ich mit eckigen Klammern markiere:

    Fallen ist wie Fliegen, sagen sie.
    Nur, dass man ein konkretes Ziel hat.
    Fallen braucht Mut, sagen sie.
    Dabei ist Fallen ganz einfach.
    [Nur] den Absprung muss man lernen.
    Es ist nicht schlimm zu fallen, sagen sie.
    Man muss nur wieder aufstehen.
    Aber wenn meine Knochen gesplittert sind, meine Sehnen durchtrennt und meine Flügel gebrochen, wie soll ich dann aufstehen?
    Denn wer fällt, [der] landet.
    Das vergessen sie leicht.
    Manchmal [meint man], man fliegt, doch eigentlich fällt man, man weiß es nur noch nicht.
    Denn [woher] soll ich wissen, ob ich fliege oder falle?
    Wenn ich es weiß, ist es zu spät.
    [Alle wollen fliegen, sagen sie.]
    [Aber sie haben Angst zu fallen.]
    Dabei gibt es das eine [nicht ohne das andere.]
    Kein Anfang ohne Ende.
    Fallen ist wie Fliegen, sagte der Vogel.
    [Und stürzte sich aus dem Nest.]

    Sind natürlich nur Vorschläge.
    Ich habe das „Nur“ eingefügt, weil du auch in der 2. Zeile schon ein „Nur“ am Anfang hast. Da du so viel Symmetrie über „sagen sie“ schaffst, dachte ich, das würde vielleicht gut passen. Außerdem finde ich, dass die Zeile so mit der vorherigen – „Dabei ist Fallen ganz einfach“ – besser zusammenpasst, das „nur“ verbindet sie sozusagen.
    Beim „der“ hab ich persönlich den Eindruck, es klingt besser. Das mag aber Geschmackssache sein ^^
    „meint man“ hab ich umgestellt, weil mich die Alliteration irgendwie gereizt hat. So hat man vier Wörter, die mit m beginnen – und später noch einmal zwei m, die das abgeschwächt wiederholen. Ich persönlich mag Alliterationen, die klingen einfach. Aber das ist nicht jeder Manns Sache. Falls du den Gleichklang nicht magst: Ich fand auch deine ursprüngliche Zeile sehr schön! 🙂
    „woher“ statt „wie“ ist vermutlich auch Geschmackssache ^^
    „Dabei gibt es das eine nicht ohne das andere“ vs. „Dabei gibt es das eine ohne das andere nicht“ – ich hatte den Eindruck, es würde sich vielleicht noch deutlicher gegenüberstehen, wenn das „nicht“ dazwischensteht und die beiden („das eine“ und „das andere“) trennt.
    Und sonst hab ich eh nur Absätze eingefügt – die Sätze wirken irgendwie stärker, wenn sie ihre eigene Zeile haben. Bei jedem Zeilenwechsel macht der Leser unwillkürlich eine kleine Pause. So können die Sätze dann jeweils für sich stehen und sich voll entfalten.

    Aber eigentlich ist es auch so, ohne irgendwelche Änderungen, bereits ein sehr starker Text! Weiter so! 🙂

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    • Also erst mal, vielen Dank für deinen super tollen langen Kommentar ❤ 😀

      ein paar Sachen habeich geändert, ein paar Sachen gelassen.

      Zum Beispiel das mit dem "nur" fand ich super, ich habe da unten bei "Aber sie habenAngst zu fallen" auch noch ein nur draus gemacht, weil ich da schön fand.
      Auch das mit der Alliteration habe ich einfach mal ausprobiert, da bin ich mir aber noch nicht sicher, ob ich es so lasse oder wieder ändere, aber im Moment gefällt es mirso ganz gut.
      Beim "der" ist es eigentlich genauso.
      Das "woher" habe ich vorerst noch nicht geändert, weil mir die drei "i"s klanglich ganz gut gefallen, allerdings ist "woher" so schön weich … (ach ja, so viele Entscheidungen)
      Beim "nicht" stimme ich zu, das klingt in der Mitte wirklich besser.
      Den einen Absatz habe ich gemacht, den anderen am Ende nicht, da wollte ich bewusst so einen "Schwung" im Satz, also keine Pause sondern so, als denke der Vogel nicht lange nach.
      Ich hoffe, du verstehst, was ich meine 😀

      und nochmal danke für die tolle Kritik, du hast mir echt super geholfen!

      lg Theresa

      Gefällt 1 Person

      • Das mit den vielen „i“ ist mir gar nicht aufgefallen. Stimmt aber – „Denn wie soll ich wissen, ob ich fliege oder falle?“, das sind 5 i-Laute in der Zeile. Dann passt das eigentlich auch so ganz gut 🙂

        Bitte, gerne, jederzeit wieder! 🙂

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