Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche (Marie Lu)


Hallo Finder meines Blogs,

Ich (Moana) habe dieses schöne Buch vom Loewe Verlag auf der FBM bekommen und weil ich so neugierig auf die Autorin war, von der ich sonst noch nichts gelesen hatte, habe ich es sofort verschlungen.

Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche

 

von Marie Lu
übersetzt von Sandra Knuffinke
und Jessika Komina
Band 1

Zum Buch
Zur Rezension von Die Lesetante

Ab 14 Jahren
416 Seiten
Genre: Fantasy
Erscheint im Loewe Verlag 2017

 


Inhalt:

Mit vier Jahren überlebte die jetzt sechzehnjährige Adelina das mysteriöse Blutfieber, das ganz Kenettra in Angst und Schrecken versetzt hat. Heute ist sie gezeichnet, wie alle Überlebenden. Verstoßen und ausgegrenzt von der Gesellschaft, gezeichnet von der Krankheiten leben die „Malfettos“. Nicht wenige Menschen haben Angst vor ihnen, denn manche der Überlebenden haben übernatürliche Kräfte entwickelt… Als Adelina ihre Kräfte entdeckt wird sie zu Tode verurteil. Nur die Gemeinschaft der Dolche konnte sie retten, deren Ziel es ist den König zu stürzen – und dafür brauchen sie Adelinas Hilfe.

Meine Meinung:

Marie Lu erzählt uns die Geschichte von Adelina (Ich – Perspektive), von einem Mädchen, dass so viel Hass und Dunkelheit in sich trägt, dass es gefährlich ist. Seit sie das Blutfieber überlebt hat, das ihr sowohl das linke Auge als auch ihre natürliche Haarfarbe genommen hat, wird sie von ihrem Vater misshandelt. Sie ist der Grund für seinen Ruin, der Schandfleck der Familie. Denn niemand will mit einem Kaufmann Geschäfte machen, der eine Malfetto als Tochter hat.

Adelina ist durch diese Kindheit mit Hass getrieft – und diese Dunkelheit, dieser Zorn ist der Quell ihrer Kraft. Als sie ihre einzigartige Fähigkeit entdeckt, zieht sie ihre Energie fortan aus der Angst von Menschen und aus ihrer eigenen Wut. Marie Lu beschreibt die wilden Emotionen dieser interessanten und furchtlosen Protagonisten gut und ausführlich. Es wird schnell klar, dass Adelina keine gewöhnliche Heldin ist und so einem üblichen Klischee weicht. Sie wird gerade dadurch so einzigartig und sympathisch,  dass sie eben eigentlich keine Heldin ist.

Ich bin froh, dass sich Marie Lu dazu entschieden hat sie, und nicht den Anführer der Gemeinschaft Enzo zu ihrer Hauptperson zu machen, wie sie ursprünglich plante.

„Mein Problem war, dass ich eigentlich keine Geschichte über einen Helden schreiben wollte, sondern über einen Schurken.“ – aus der Danksagung

Etwas enttäuscht hat mich hingegen der Fakt, dass die „Gemeinschaft“ nur aus sechs Begabten bestand. So wie immer von den mysteriösen Dolchen geschrieben wird, erhofft man sich etwas mehr, eine Bruderschaft aus Begabten und nicht nur einen Haufen. Jeder Begabte hat eine Art Codename, unter dem er in der Öffentlichkeit bekannt ist. Die fand ich teilweise irgendwie nicht so wohlklingend und zu sehr auf mysteriös gemacht. Warum heißt Enzo Schnitter, wenn seine Fähigkeit Feuer ist? Die Wahl der Namen habe ich nicht ganz nachvollziehen können.

Abgesehen davon hat mir auch nicht so gut gefallen, dass sie von ihren Feinden mit ihrer kleinen Schwester erpresst wird. Das gab es schon oft wie in Panem. Zwischendurch gab es ein paar Mal Einblicke in die Perspektive anderer Charakter, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Art wie das Buch geschrieben wurde und die italienisch angehauchte Welt mit den verschiedenen Kulturen ist mir positiv aufgefallen.

Und dann das Ende. Es war fantastisch. Noch zwischen den Seiten, fand ich es gar nicht so überragend, vieles lief mir zu typisch ab auch was die Liebesgeschichte anging. Wobei diese gar nicht so viel Platz der Handlung ein nimmt, was ich gut finde. Aber dann kam das Finale und die Entwicklungen dort haben mich teilweise echt umgehauen. Großartig, unerwartet und mehr darf ich dazu auch nicht verraten.

Der Epilog ist schön, lässt einen kleinen Einblick darauf geben was uns in Band zwei erwartete, aber eben auch nur eine wage Ahnung. Nur schade, dass wahrscheinlich eine Sache passieren wird, die ich nicht mag: Über die rede ich jetzt für alle, die es lesen wollen in weiß weiter, einfach den Text markieren um es zu lesen. Spoilerfrei gehts im Fazit weiter.

OH MEIN GOTT ENZO IST TOT! Ich hatte das absolut nicht erwartet! Ich fand es schon total gut, dass sie Spinne getötet hat und wie es beschrieben wurde, aber Enzos Tod und ihre Niederlage war echt unglaublich. Ich finde es super, dass es so endet wie man es eben nicht erwartet. Nur irgendwie schade, ich glaube nämlich, dass er durch diese Prinzessin wiederbelebt wird und das würde das irgendwie etwas zu nichte machen. :/

Fazit:

Marie Lu beschreibt kein heldenhaftes Abenteuer, sondern einen verbissenen Kampf um Gleichberechtigung und dem Anders sein. Mit einer ungewöhnlichen Protagonist und einem unerwarteten Ende überzeugte mich die Autorin, trotz der vorhandenen Schwächen.

Bewertung: -> 4,5 ❤

Ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen Einblick in Marie Lus neues Werk geben. Wer hat es denn schon gelesen und wenn ja, wen mochtet ihr von der Gemeinschaft am liebsten?

Worte sind Wind,

Moana

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3 Gedanken zu “Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche (Marie Lu)

  1. Da ich ja gerade hier in deiner Rezi gestöbert habe, um sie in meiner zu verlinken (die kommt dann gleich online), dachte ich, ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu. 😀
    Jetzt wo du es sagst, fällt mir auch auf, dass die Namen total komisch gewählt sind, das hatte ich vorher gar nicht so auf dem Schirm, aber jetzt merke ich es auch.
    Und ja, damit, dass Enzo stirbt, habe ich auch nicht gerechnet… Dass er vermutlich wiederbelebt wird, finde ich auch nicht so prickelnd. Tot ist tot. 😀

    Gefällt 1 Person

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